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Bin ich gut zu mir?

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Selbstliebe ist der Schlüssel zu allem

Ein Artikel von Anne – alias @anne_enjoying4life bei Instagram: Kennst du das? …Der Blick in den Spiegel und der negative innere Dialog? „Du bist fett“, “ meine furchtbare Nase“ „das hast du wieder nicht geschafft“, „bin ich blöd“, „was habe ich schon für ein Talent“ oder auch der Vergleich mit anderen Menschen…“ ich wäre gern wie XY…“ oder man lässt sich ständig über die eigenen Grenzen treten und kann zum Beispiel nicht „Nein“ sagen. Andere sind einem wichtiger als man selbst.

 

Was ist Selbstliebe und wo ist der Unterschied zum Egoismus

Wieso fehlt es vielen an Selbstliebe?

Meiner Meinung nach liegt die Wurzel in der Kindheit, wir wurden so konditioniert, wenn auch nicht beabsichtigt. Eltern geben ihre negativen Glaubenssätze an die eigenen Kinder weiter… „Wegen deiner Dummheit…“, „du spinnst doch“, oder „du musst besser werden“…

Ein weiterer Grund sind negative Erfahrungen während des Lebens, z. B. Ablehnung, Beschimpfungen etc. UND unsere Ellenbogen-Gesellschaft. Wir haben Stärken und Schwächen, oft wird der Fokus aber nur auf die Schwächen gelegt und die sollen wir dann verbessern.

Doch warum nicht die Schwächen annehmen und an seinen Stärken arbeiten?

Ich gehe meinen Weg der Veränderung seit 2017. Nach Scheidung meiner Ehe und Selbstfindungsphase bin ich bei mir selbst angekommen. Was nicht heißt, dass ich „fertig“ bin. Man lernt immer. Aber ich kann sagen, dass ich im Reinen mit mir bin. Ich bin in allen Lebensbereichen glücklich. Ich mache nichts mehr, worauf ich keine Lust habe und entferne mich von Menschen, die mir nicht guttun. Die eigene Lebenszeit ist zu wertvoll und das hat nichts Egoismus zu tun, sondern das ist Selbstliebe.

Ich dachte früher immer, ich liebe mich selbst… Ja das tat ich, aber auf einer Skala 1 bis 10 war es vielleicht zwischen 5 und 6. Ich konnte keine Grenzen setzen, bin von einem Termin zum anderen gehetzt und hab mich oft innerlich negativ beschimpft, vor allem zu meinem Aussehen.

Eines Tages lernte ich einen Menschen kennen (in der spirituellen Welt Dualseele genannt), er hat mich getriggert und mir all meine Seelenverletzungen und Schattenseiten aufgezeigt. Dank ihm und dem dazugehörigen Schmerz hatte ich genug Motivation, mich zu verändern. Ich lernte Grenzen zu setzen, allein mit mir zu sein und mich genauso wichtig zu nehmen, wie die Menschen um mich herum.

 

Unterschied Selbstliebe vs. Egoismus

Ich habe schon oft erlebt, dass Menschen Selbstliebe und Egoismus nicht unterscheiden können. Ich habe mir anhören dürfen, ich sei egoistisch geworden. Nur weil ich nicht mehr wie gewohnt immer „JA“ gesagt habe, sondern nach dem Motto „Me first“ lebe.

Das hat nichts mit Egoismus zu tun. Ein Egoist ist sich wichtiger als alle anderen und oft interessieren ihn andere Menschen nicht wirklich. Ein Mensch, der sich selbst liebt, stellt niemanden über oder unter sich, andere Menschen sind ihm genauso wichtig, aber trotzdem kümmert er sich zuerst um sich und dann um andere (wie bei der Ersten Hilfe).

Ein Mensch der sich nicht selbst liebt, opfert sich gern auf, kümmert sich erst um andere und (wenn überhaupt) dann um sich und – je nach Level – mag er sich weder innerlich noch äußerlich.

Würdest du dein Kind oder deine Lieblingsmenschen so behandeln?

Immer wenn ich höre wie andere schlecht über sich selbst reden, stell ich gern die Frage: „Würdest du auch mit mir so reden?“, dann kommt meistens „Nein“. Aber warum sollte man dann mit sich selbst so umgehen?

Wir sind nicht nur wegen anderen Menschen auf der Erde, sondern wegen uns selbst UND anderen. Wenn ich negative Gedanken über mich selbst habe, es allen recht machen will und keine Grenzen setze, dann sind vielleicht alle in meinem Umfeld glücklich, aber ich selbst vermutlich nicht.

 

Wie man Selbstliebe „lernen“ kann.

Es gibt sehr viele Methoden, jedoch gibt es meiner Meinung nach kein einheitliches Rezept. Jeder Mensch ist individuell und braucht somit auch Methoden die für ihn stimmig sind. Nicht jeder kann mit der täglichen Spiegel-Methode arbeiten und sich selbst immer wieder sagen „Ich liebe mich“.

Eine gute Methode die MIR sehr gut half, war täglich aufzuschreiben wofür ich dankbar bin und auch meine Stärken (innerlich sowie äußerlich) aufzuschreiben.

Somit fokussierte ich mich auf meine Ressourcen, denn die Ellenbogen-Gesellschaft verhilft ja schon reichlich, sich nur auf seine Defizite zu konzentrieren.

Ein weiteres Beispiel, wenn ich mal wieder im negativen Dialog mit mir war: ich stellte mir vor, dass ich das negativ Gesagte zu meinem Freund oder meiner liebsten Freundin gesagt hätte. Zu keinem Menschen, den ich liebe, würde ich so sprechen, genau genommen möchte ich über keinen so sprechen, also warum dann zu mir?

Was auch gut hilft ist, sich ein Bild von sich selbst als Kind anzuschauen und sich bewusst zu werden, dass ich diesen Menschen gerade so negativ belegt habe…

Ansonsten bin ich der Meinung, dass eigene erfundene Methoden absolut die Besten sind. Oder sich aus allen angebotenen Methoden immer das stimmige rauszusuchen.

Über weitere, unterschiedliche Methoden schreibe ich aktuell ein Buch und nehme das Thema „Selbstliebe“ und die Möglichkeiten wie man in die Selbstliebe gehen kann „unter die Lupe“.

 

Meine persönliche Zusammenfassung über Selbstliebe:

Man verliert kein einziges negatives Wort mehr über sich (und andere), man kennt seinen Wert, man kann ohne Probleme zugeben, dass man nicht alles kann, man vergleicht sich nicht mehr mit anderen, denn es gibt kein Konkurrenzdenken. Man sieht in jedem Menschen etwas Besonderes und stellt niemanden über oder unter sich.

Man BRAUCHT die Anerkennung von anderen nicht, sondern sieht sie als Bereicherung an. Und man findet sich auch ohne Schminke schön… 🙂

Um dieses Level der Selbstliebe zu erhalten, muss man genau wie andere Beziehungen (Freundschaft, Liebesbeziehung) auch die Beziehung zu sich selbst immer wieder pflegen, denn sonst wird sie, wie eine nicht gepflegte Pflanze, „verkümmern“.

 

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 Über den Autor:

Ich bin Anne, Pädagogin, Herzensmensch, und absolviere derzeit ein Studium zum Jenseitsmedium.

Bildquellen:

Titelbild/Bild im Text: unsplash.com

Autorenbild: von Anne selbst

 

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