Drücke „Enter”, um zum Inhalt zu springen.

Kleine Schritte mit großer Wirkung (Teil 2)

0

Wie ich von der Knöllchenschreiberin zur Vermieterin wurde und plötzlich alles möglich ist!

Teil 2 des Artikels von Svenja, alias Mrs.Goldesel bei Instagram — Nachdem ich vor einigen Jahren zufällig gelernt habe, dass Sparen und ein Überblick über die Finanzen alles andere als öde sind, sondern ein Meilenstein zum eigenen Wunschleben sein können, begann ich endlich größer zu denken und träumen. Wie ich meine Träume mittlerweile in die Tat umsetze und warum auch Du unbedingt damit anfangen solltest, erfährst Du in diesem Beitrag.

 

Mit dem Haushaltsbuch starten, beim Ausgeben mal 3 Tage warten

Endlich hatte ich meine Finanzen dank eines simplen Haushaltsbuchs im Blick. Ich kannte meine Ein- und Ausgaben fortan sehr genau und konnte anfangen, bewusst zu entscheiden, welche Ausgaben ich von meinem monatlichen Überschuss tätigen wollte. Dabei fiel mir schnell auf, dass viele Ausgaben, die mir auf den ersten Blick wichtig erschienen, überhaupt nicht wichtig waren. Vielmehr stellte ich fest, dass ich überwiegend emotionsgeladene und somit unwichtige Einkäufe tätigte.

Die „3 Tage Regel“ fand daher zu mir und hat seither einen festen Platz in meinem Leben. Alle Einkäufe, vor allem die von Konsumgütern (z. B. Bekleidung und Elektronik), wurden ab sofort erst in die Tat umgesetzt, wenn nach der 1. Kaufentscheidung eine 2.Kaufentscheidung getroffen wurde. Und zwischen den beiden Kaufentscheidungen liegen seither immer drei Tage. Drei Tage, in denen Frust, innerer Mangel oder Shoppingwahn weichen und Ehrlichkeit und Sachlichkeit einziehen konnten. Probiere es mal aus! Du wirst staunen, wie viel Geld du sparen kannst, wenn du nicht in die sonstige „Konsumfalle“ tappst.

Das Geld meines Mannes und meins häufte sich mit diesem zweiten kleinen aber feinen Trick stetig weiter an. Irgendwann hatten mein Mann und ich so viel Geld gespart, dass wir zwangsläufig auf die Idee kommen mussten, das Geld zu investieren / vermehren.

Mrs. Goldesel Tipp: Geld, welches du ungenutzt auf der Bank oder unterm Kopfkissen liegen lässt, wird aufgrund der Inflation automatisch weniger. Von 2-3 % sprechen die Experten pro Jahr. Horten oder darauf schlafen ist bei kleineren Mengen völlig O.K. Bei größeren Summen solltest Du diesen Fakt aber nicht außer Acht lassen. Es sei denn, Du verschenkst gerne Geld!

 

Erste Vorbereitungen für die finanzielle Freiheit

Wir fingen also an, uns genauer mit den Themen „Geld vermehren“ und „finanzielle Freiheit“ zu beschäftigen. Schnell fanden wir Informationen im Internet und auf Instagram dazu. Und zwar in Form von Immobilien und Aktien. Die Entscheidung war schnell getroffen. Eine Ferienwohnung an der Nordsee sollte es werden. Durch Familie und jahrelange Urlaube an der Nordsee, war auch die Region schnell ausgemacht. Völlig grün hinter den Ohren stöberten wir durch die einschlägigen Internetportale, auf der Suche nach Eigentumswohnungen bis 150.000 €. Es gab auf den Nordseeinseln nur wenig Wohnungen mit dieser Einschränkung und die, die wir fanden, waren deutlich teurer.

Wir ließen aber nicht von unserem Vorhaben ab und hörten uns weiter um. Durch Zufall erhielten wir einen ungewöhnlichen Tipp, nämlich den, eine Zeitungsanzeige im hiesigen Tageblatt zu schalten. Sehr skeptisch aber weiter von dem Wunsch nach einer Immobilie angetrieben, setzte ich diesen Tipp dann in die Tat um. Kurze Zeit später, an einem Sonntagmorgen, klingelte das Telefon. Eine ältere Dame war am Apparat und teilte mit, dass Sie soeben beim Frühstück unser Anzeigengesuch entdeckt habe. Weiter sagte sie, dass Sie eine 2-Zimmer Wohnung an der Nordsee habe und diese gerne verkaufen wolle. Wir unterhielten uns noch ein Weilchen und machten einen Termin zur Besichtigung aus. Die Wohnungsbesichtigung war ähnlich positiv, wie das Telefonat mit der Dame selbst. Die Wohnung gefiel uns blendend und lag in 1. Reihe zum Meer. Was für ein Traum! Uns war klar, dass wir diese Wohnung unbedingt kaufen wollten. Aber die Zweifel und Ängste im Kopf waren schwer auszuhalten. Mit viel Mut und einem 1-wöchigen Probewohnen (was für eine wunderbare Möglichkeit Sicherheit zu gewinnen) wurde der Kauf beschlossen.

Unser gespartes Geld war damit weg, denn es wurde von uns für die Kaufnebenkosten genutzt. Den Rest liehen wir uns klassisch von der Bank, so, wie es bei einer Immobilie die als Kapitalanlage genutzt wird, am sinnvollsten ist (Stichwort: Fremdkapitalhebel).

 

Investitionen lohnen sich

Da die Wohnung uns mit einem sog. „Renovierungsstau“ übergeben wurde, standen wir vor der Entscheidung die Vermietung im „Ist-Zustand“ zu starten oder durch Sanierung eine neue Ferienwohnung zu erschaffen.

Wir entschieden uns glücklicherweise für Variante 2 und sanierten mit Hilfe einiger Handwerker die komplette Ferienwohnung. Die „Wattstube“ erschien zwei Monate nach dem Kauf im neuen Glanz und wurde fortan als 4****Ferienwohnung genutzt. Vermutlich unser nordischer Einrichtungsstil und die tolle Lage machten schnell deutlich, dass wir es hier offenbar mit einem „Goldesel“ zu tun hatten. Die Ferienwohnung knackte bereits im 1. Jahr die prognostizierten Vermietungstage bei weitem. Aktuell befinden wir uns im 4. Vermietungsjahr und liegen wiederholt bei über 300 Vermietungstagen pro Kalenderjahr.

Unser eigens investiertes und das von der Bank geliehene Geld konnte so vom ersten Tag an problemlos zurückgezahlt werden. Wir haben sogar einen stattlichen Überschuss jeden Monat (auch Cashflow genannt), der ohne unser Zutun oder das sonst so übliche „Malochen für Geld“ einfach so auf unserem Konto landet. Einfach so…, weil wir uns vor vier Jahren getraut haben mehr aus unserem Geld zu machen.

Die „Wattstube“ macht im Gegensatz zu einer fest vermieteten Wohnung zwar mehr Arbeit, aber das ebenfalls entstehende „mehr“ an Einnahmen entschädigt dafür ungemein.

 

Wenn der Anfang mal gemacht ist…

Nach dem „Goldesel“ (Wattstube) hatten wir das System „passives Einkommen“ und „Betongold“ endlich auch praktisch verstanden und erste Erfahrungen gesammelt. Es lag für uns auf der Hand, dass wir weitermachen wollten. So schauten wir uns weiter um und kauften in den letzten Jahren u. a. noch zwei weitere Wohnungen an der Nordsee und zwei im Raum Niedersachsen.

Heute sind wir Eigentümer von fünf Wohnungen (die nächsten zwei kaufen wir gerade). Teilweise werden die Wohnungen an Feriengäste, teilweise an Festmieter vermietet. Durch unsere Weiterentwicklung haben wir plötzlich völlig neue Rollen eingenommen und sind neben unseren Hauptberufen (bei denen ich u. a. Ordnungswidrigkeiten im Straßenverkehr ahnden musste) zu Investoren, Eigentümern, Vermietern, Geschäftspartnern geworden.

Wir nutzen dafür ein einfaches aber brillantes System: Wohnraum in Form von Immobilien kaufen und diesen dann an Person X vermieten. Das Geld, welches wir dafür benötigen, leihen wir uns (aktuell relativ günstig) von der Bank (Fremdkapital). Unsere Bonität ist mit zwei Einkommen und einer guten Sparsumme dafür optimal.

Den aufgenommenen Kredit zahlen wir mittels der eintrudelnden Mieteinnahmen ab. Wenn Wohnung X dann irgendwann abbezahlt ist, gehört Sie uns. Ohne für den Kredit je das eigene Geld angerührt zu haben (ausgenommen der Kaufnebenkosten). Ist der Tag X dann da und der aufgenommene Kredit vom Mieter abbezahlt, können wir die Wohnung entweder verkaufen oder wir vermieten die Wohnung weiter wie bisher und haben aufgrund des bereits abbezahlten Kredits reine Mehreinnahmen (passives Einkommen).

 

Die Angst überwinden

Vielleicht verstehst Du jetzt, warum es sich lohnt, seine Ängste ad acta zu legen und sich was zu trauen. Nicht über Geld zu sprechen, ist der erste Fehler, den du machen kannst. Aber nichts mit deinem Geld anzufangen der noch größere. Ohne Geld geht es einfach nicht auf dieser Welt und warum dann nicht gleich so viel davon haben, dass Du dir deine wohlverdienten Träume erfüllen kannst oder sorgenfrei lebst.

Auch wir sind nicht als Immobilieninvestoren geboren oder fühlten uns sicher in den Momenten des Kaufs. Aber wir haben uns getraut, auf unser Bauchgefühl gehört und dann nicht die Angst siegen lassen. Wir wurden mit jedem Wohnungskauf und Vermietungsjahr sicherer und sicherer (es funktioniert genau wie das Fahrradfahren zu lernen) und haben Selbstbewusstsein erlangt. Unser nächstes Ziel ist, all unsere „grünen Wohnungen“ gegen das eine „rote Hotel“ auszutauschen. Genau wie in dem Spiel Monopoly. Denn wenn man das im Spiel besessen hat, konnte man fast nur gewinnen!

 

Mrs.Goldesel Quickies:

  • Sparen ist alles andere als öde…es kann dich reich machen
  • vermeide zukünftig Konsumschulden, indem du die „3 Tage Regel“ anwendest
  • baue alle Konsumschulden die du hast ab, bevor du deinen Weg zur finanziellen Freiheit starten möchtest
  • lass Dein EGO und die ANGST nicht über dein Leben bestimmen
  • sei mutig und höre auf Dein Bauchgefühl (nicht auf dein EGO)
  • Frage mich oder schreibe mir, wenn Du weitere Infos haben möchtest
  • Kauf dir die Bücher von Robert T. Kiyosaki, um u. a. das Thema „Geld verdienen mit Immobilien“ zu verstehen
  • Mach mehr aus deinem Leben, als von Montag bis Freitag für andere Menschen zu arbeiten
  • Arbeite zukünftig vor allem für Dich oder noch besser…lass Geld für Dich arbeiten (so, wie in meinem Beispiel)
  • Zahle Dir jeden Monat eine Summe X aus, die nur für Dich ist
  • Spare jeden Monat eine Summe X, die Du vorerst nicht anrührst
  • Trau dich und geh den ersten Schritt.

—————————

Über die Autorin:

Damit Du zu meiner Geschichte auch ein Gesicht und Fakten hast, folgen nun ein paar Eckdaten. Ich bin Svenja, 39 Jahre jung und seit meiner Geburt ausschließlich im Norden Deutschlands unterwegs. Aktuell habe ich Wurzeln in Hamburg geschlagen, zumindest was meinen Hauptwohnsitz angeht. Als gelernte Kauffrau für Bürokommunikation und Polizistin kenne ich das Angestellten- und Beamtenverhältnis (böse Zungen sagen auch Hamsterrad) nur zu gut. Mein Gehalt entsprach seit jeher dem Durschnitt. So, wie ich als Person auch, denn ich gehöre laut Volksmund zur Mittelschicht. Da ich mittlerweile aber weiß, dass ich mich nicht mit meinem Gehalt zufriedengeben muss, welches mein Arbeitgeber als angemessen ansieht, habe ich andere Ziele.

 

Schreib mir gerne per E-Mail: — Schwester.S (at) gmx (punkt) de — oder auf Instagram: @mrs.goldesel.

Gerne kannst Du auch auf meiner Homepage oder meinem Blog stöbern, die gerade an den Start gegangen sind.

Bis bald, deine Mrs.Goldesel!

————————————–

Bildquelle Titelbild: selbst geknipst von Ben im Sommer 2017.

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.