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Kleine Schritte mit großer Wirkung

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Wie du mit „Kleingeld sparen“ ganz schnell zum „Scheine zählen“ wechselst

Ein Artikel von Svenja – Wenn ich eine Sache in den letzten Jahren mit Freude erfahren durfte dann, dass kleine Anpassungen der eigenen Finanzen und das Bewusstsein über die monatlichen Ein- und Ausgaben der Anfang von etwas ganz Großem sein können. Eines Tages fing ich nämlich an, mein gesamtes Kleingeld täglich in ein „Weckglas“ zu entleeren. Ich sparte also und zwar auf eine völlig simple und jedermann zugängliche Art und Weise. Was ich zu diesem Zeitpunkt noch nicht wusste, war der unglaubliche Weg, den ich danach finanziell einschlug.

 

Starte klein, aber fang an…

Mein „Weckglas“ war jahrelang mein einziger echter Einblick in meine Finanzwelt. Denn mein Gehalt wurde Anfang des Monats auf mein Konto eingezahlt und war dann meist genauso schnell weg, wie es eingetrudelt war. So saß ich oft vor meiner durchsichtigen Spardose und hoffte, dass das Geld irgendwann genug war, um mir damit größere Wünsche zu erfüllen. Ich ließ mein Weckglas also bis zum jeweiligen Monatsende in Ruhe und warf äußerst fleißig jedes Cent- und Eurostück hinein, um endlich größer träumen zu können.

Oft erntete ich während meiner Sparphase böse Blicke. Vor allem an den Supermarktkassen, denn mit Kleingeld konnte ich fortan natürlich nicht mehr dienen. Besonders stolz war ich immer, wenn ich das Glas bereits nach 4 Wochen gefüllt hatte, um es dann endlich zur Bank bringen zu können. Beute machen!! Endlich! Die Ausbeute investierte ich anfangs ausschließlich in Konsumgüter wie Kleidung, Handys und mein Partyleben.

Ich sparte so zwar Geld (ca. 50-70 € monatlich), behandelte es danach aber so, wie mein restliches Geld – lieblos und verschwenderisch- . Das wollte ich ändern und so entschloss ich, dass Geld wirklich zu sparen und für eine gewisse Zeit die Finger davon zu lassen. In der Praxis begrüßte mich zu diesem Zeitpunkt das erste Mal ein Tagesgeldkonto. Schnell und wie ich finde sehr einfach, bewahrheitete sich der Spruch:

„Wer den Pfennig nicht ehrt, ist den Taler nicht wert.“

Das Geld läpperte sich so über die kommenden Monate und Jahre auf dem Tagesgeldkonto zusammen. Zudem packte mich parallel endlich eine neue Facette in meinem Leben – der Ehrgeiz -. Dieser hat bis heute einen festen Platz bei mir und ist mittlerweile ein gern gesehener „Freund“.

 

Schritt für Schritt zu mehr Überblick und damit zu mehr Sicherheit

Ich bin seit Beginn meiner Tagesgeldkontoeröffnung zu jederzeit mit einem soliden Geldpolster ausgestattet. Das gab und gibt mir ein unglaublich gutes Gefühl, nämlich das von SICHERHEIT. Und auf welch simple Weise hatte ich dieses so wichtige Gefühl erreicht!

Ich hatte Blut geleckt und kam zwangsläufig zu der Frage: „Was ist eigentlich mit meinem ganzen anderen Geld los?“ Die Antwort war schnell gefunden: ich gab die restliche Kohle bisher stumpf aus, ohne eine Sekunde darüber nachzudenken. Ich wollte ja schließlich frei sein und das Leben genießen. Außerdem sparte ich ja bereits in mein Weckglas ein! Das dies aber weder genug noch die Wahrheit war, begriff ich erst später.

Das Gegenteil von „ich will schließlich leben und frei sein“ war nämlich der Fall. Denn bereits Mitte des Monats war ich nicht mehr in der Lage guten Gewissens meine Kontoauszüge zu ziehen. Es war ein beklemmendes und einengendes Gefühl, das sich dann in mir breit machte. Das Gefühl von Sicherheit war in diesem Bereich somit alles andere als vorhanden. Stattdessen regierte die (Geld) Angst.

Schluss damit! Zusammen mit meinem Mann, der mit einem ordentlichen Minus auf seinem Konto in mein Leben trat, starteten wir die Überwachung unserer Ein- und Ausgaben.

Als ersten Schritt habe ich dafür meinem Mann einen zinsfreien Dispo verschafft. Ich lieh ihm 2500 Euro von meinem Tagesgeldkonto und er schaffte es so binnen weniger Monate aus dem Minus und den verdammt hohen Dispo-Zinsen herauszukommen. Nach und nach zahlte er mir die geliehene Summe zurück und schaffte es seit dieser Rückzahlung, nie wieder ins Minus zu geraten. Bravo, Schatz!

Dann gingen wir gemeinsam den nächsten Schritt meiner Finanzgeschichte. Wir verschafften uns einen Überblick über unsere Ein- und Ausgaben. WIEVIEL Kohle kommt rein, und für WAS geht sie wieder raus. Diese Maßnahme des „bewusst machen“ war wie ein Knotenlöser und zudem ein echter Befreiungsschlag. Fortan wussten wir über jede Ausgabe zu jedem Zeitpunkt genauestens Bescheid.

Wir hatten alle Bewegungen in ein elektronisches Haushaltsbuch (eine App) übertragen. Man hätte uns zu jederzeit wecken und nach unserem Kontostand fragen können. Wir hätten immer eine Antwort darauf geben können. Der noch größere Mehrwert war aber, dass mein Mann und ich nun in allen Belangen unserer Finanzen das Gefühl von Sicherheit gewonnen hatten.

 

Mit einer guten Basis kann es nur noch nach oben gehen

Und mit dieser Sicherheit im Rücken ging es dann erst so richtig ab. Was ich seit dem Start meines Weckglas-Sparens und der Fütterung des Haushaltsbuches alles erreicht und über Geld gelernt habe, ist wirklich verrückt und unbedingt erzählenswert. Ich werde Dir davon im zweiten Teil berichten.

Damit Du zu meiner Geschichte auch ein Gesicht und Fakten hast, folgen nun ein paar Eckdaten. Ich bin 39 Jahre jung und seit meiner Geburt ausschließlich im Norden Deutschlands unterwegs. Aktuell habe ich Wurzeln in Hamburg geschlagen, zumindest was meinen Hauptwohnsitz angeht. Als gelernte Kauffrau für Bürokommunikation und Polizistin kenne ich das Angestellten- und Beamtenverhältnis (böse Zungen sagen auch Hamsterrad) nur zu gut. Mein Gehalt entsprach seit jeher dem Durschnitt. So, wie ich als Person auch, denn ich gehöre laut Volksmund zur Mittelschicht.

Da ich mittlerweile aber weiß, dass ich mich nicht mit meinem Gehalt zufriedengeben muss, welches mein Arbeitgeber als angemessen ansieht, habe ich andere Ziele. Auch davon berichte ich dir im zweiten Teil! Schreib mich gerne per E-Mail: schwester.s79@gmx.de oder auf Instagram an: @mrs.goldesel.

Gerne kannst Du auch auf meiner Homepage oder meinem Blog stöbern, die gerade an den Start gegangen sind.

Bis bald, deine Mrs.Goldesel!

 

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