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Auf der Suche nach meinem roten Faden

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Wie ich mehr zu mir selbst gefunden habe

Ein Artikel von Alexandra – mit Worten, die mir aus der Seele sprechen:

Jeder von uns hat einen roten Faden, der ihn ein Leben lang begleitet, bis man ihn entdeckt und anfĂ€ngt, sich zu beobachten. Was auf unterbewusster Ebene dazu fĂŒhrt, eine Kurskorrektur in unser Leben einzuleiten. Als ich meinen roten Faden so langsam entdeckte, wurde mir vieles total klar.

Kinder sind Wunder, durch die sich jeder besser kennenlernen kann. Wenn wir die Bereitschaft in uns tragen den Blickwinkel zu verĂ€ndern, beginnt die spannendste Reise, nĂ€mlich die zu uns Selbst. Frei von Erwartungen und Urteilen. Es entsteht unendlicher Frieden in uns egal, welcher Sturm im außen tobt.

 

Meine Kinder waren und sind meine grĂ¶ĂŸten Helfer, auf meiner Reise zu mir Selbst

Vor ĂŒber 12 Jahren steckte ich fest. Ich war verheiratet, hatte zwei kleine Kinder. Wir hatten alles: ein Haus, ein Auto
 Nur das wichtigste fehlte. FĂŒr mein Herz, war da nichts NĂ€hrendes. Ich konnte meinen Kindern, nicht das geben, was ich ihnen geben wollte. Weil ich selbst hoffnungslos emotional am Verhungern war. Ich war ein Fass ohne Boden, das innerlich nie genug hatte. Heute weiß ich ganz sicher, nur einer ist zustĂ€ndig dieses Fass mit dem zu fĂŒllen, was es im mir braucht. NĂ€mlich einzig und allein ich selbst.

Damals war ich innerlich blockiert und wusste nicht, wie ich diese Blockade lösen konnte. Nach außen waren wir eine Bilderbuchfamilie. Nach innen war es in mir ausgehöhlt und leer. Ich hatte nichts zu geben. Absolut nichts. Und ich wusste auch nicht warum. Ich wusste, nein, ich fĂŒhlte nur eins: wenn ich lĂ€nger bleibe, lĂ€nger so weitermache, werde ich krank.

Also trennte ich mich von meinem damaligen Mann, was mich einerseits befreite, und andererseits komplett auf mich selbst zurĂŒckwarf. Ich saß nun da, mit zwei kleinen Kindern und wusste nicht wie es weiter geht. Viele haben mit UnverstĂ€ndnis reagiert, was mir sehr weh tat und in mir ein GefĂŒhl von Ohnmacht und Alleinsein hervorgebracht hat.

 

Auch Krankheiten können uns unbewusste TĂŒren öffnen

Meine grĂ¶ĂŸte UnterstĂŒtzung bezĂŒglich Wachstum, bekam ich durch meine Kinder. Als beide nach der Trennung krank wurden. Meine Tochter entwickelte Asthma und mein Sohn Neurodermitis. Auch dadurch kam ich immer wieder an meine Grenzen, und es hat ehrlich gesagt etwas gedauert, um zu erkennen, dass es immer um meine eigenen Grenzen ging.

Die Krankheit meiner Kinder als Lehrmeister zu erkennen, war eine zugegeben schmerzhafte Erfahrung und doch hat sie uns, als Familie zusammenwachsen lassen. Jeder fĂŒr sich und jeder in seinem Tempo. Heute sind meine Kinder wieder gesund und dafĂŒr bin ich zutiefst dankbar.

Was mir ebenso auffiel war, dass die GefĂŒhle meiner Kinder, die mich selbst berĂŒhrten und immer wieder herausforderten, viel mehr mit mir zu tun hatten, als ich es zuerst dachte. Irgendwie hatte ich so etwas wie einen Forscherdrang in mir entwickelt und immer wieder nachgespĂŒrt, was sich in mir zeigt, wenn es meinen Kindern schlecht ging. Was ich dabei fĂŒr mich entdeckte, je mehr ich mich wirklich meinen inneren Empfindungen zuwandte, und meine alten Wunden entdeckte und mich ihnen achtsam zuwandte, umso besser ging es meinen Kindern.

 

Wir können unsere Kinder nicht vor allem beschĂŒtzen, wir können sie aber immer achtsam auf ihrem Weg begleiten

Ich weiß heute auch, dass ich meine Kinder nicht von bestimmen Emotionen befreien oder beschĂŒtzen kann, weil manchmal die Emotionen eine Lernaufgabe fĂŒr sie beinhalten. Aber ich merkte sehr klar, wie ich innerlich ruhiger wurde, je mehr ich mich dem stellte, was sich in mir zeigte. Ich wechselte öfter vom kindlich unbewussten Reagieren, in das erwachsenere und bewusste Handeln und das gab meinen Kindern Vertrauen.

Ich weiß heute, dass keiner die Verantwortung fĂŒr die GefĂŒhle in mir trĂ€gt. Allein ich bin als erwachsener Mensch dafĂŒr verantwortlich, was es in mir denkt. Es war ein lĂ€ngerer Prozess, das so anzunehmen. Aber dies katapultierte mich schon oft aus meiner kindlichen Opferrolle, in ein verantwortungsvolleres, erwachseneres Leben.

Ich mache auch heute noch Erfahrungen, die mir aufzeigen, wo in mir noch wunde Punkte sind, schließlich bin ich immer noch ein menschliches Wesen. Ich bin fĂŒr jede Erfahrung zutiefst dankbar, weil sie mich zu dem Menschen geformt haben, der ich heute bin.

Was ich dir als Leser dieses Artikels, aus eigener Erfahrung ans Herz lege: habe dem Mut dich dem zuzuwenden, was sich in dir zeigt. Wir tragen alle unseren roten Faden in uns, den es aufzuspĂŒren gilt.

Manchmal ist er klar und deutlich zu erkennen, weil uns immer wieder die gleichen Emotionen begegnen. Manchmal wirkt er eher wie ein verwirrtes WollknÀul, mit vielen Enden, was uns unsicher macht. Wir wissen nicht, wo wir anfangen sollen, und so blockieren wir den nÀchsten Schritt. Mal ehrlich, es ist egal wo Du anfÀngst, wichtiger ist es, das du anfÀngst. Der Weg beginnt mit dem ersten Schritt.

 

Das GlĂŒck, Kinder als Chance zu begreifen

Wenn du mit eigenen Kindern gesegnet bist, oder das GlĂŒck hast mit Kindern zu arbeiten, dann vertraue ihrer innewohnenden Intuition, sie sind richtige SpĂŒrnasen, um unbewusste Emotionen in uns Erwachsenen aufzuspĂŒren.

Es ist doch fĂŒr uns ganz logisch, das aus einem Krug nur etwas herausfließen kann, wenn vorher bereits etwas drin ist. Nur bei Kindern vergessen wir Erwachsenen das oft. Kinder können keine Emotion in uns auslösen, die wir nicht vorher auf irgendeiner Ebene, bereits in uns tragen.

Kindern die Verantwortung fĂŒr unsere GefĂŒhlswelt zu geben ist ungerecht und das Gegenteil von Bewusstheit und VerantwortungsgefĂŒhl. Dies wirklich tief in uns verinnerlicht zu haben, befreit und entspannt das Miteinander, um ein Vielfaches.

 

 

 

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Über die Autorin:

Ich bin Alexandra, Mutter zweier Kinder und arbeite als pÀdagogische Fachkraft in einer Kinderkrippe.

Da ich durch meine zwei Kinder so viel ĂŒber das Leben gelernt habe, teile ich meine Erfahrungen auf meiner Instagramseite: @innocentchildinside und auf meiner Webseite:  www.innocentchild.de

Mein Wunsch ist es, durch meine Impulse Deinen Blickwinkel auf Kinder zu verÀndern und sie als Wachstumschance aufzuzeigen.


Bildquelle Titelbild: angieconscious, pixelio.de

 

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