Drücke „Enter”, um zum Inhalt zu springen.

Veränderung leben – Nachhaltiger zum Erfolg

0

Ein praktisches Rahmenprogramm für gelebte Veränderung

Erfolgreiche (positive) Veränderungen oder Ziele zu erreichen brauchen nicht nur das Wissen, was und wie etwas zu tun ist. Auch ein guter Plan ist oft nicht das Allheilmittel. Es braucht nachhaltige Umsetzung: dauerhafte, zielgerichtete Aktivität. Ist alles eine Frage der Disziplin? Nur, wie kann das im Alltag gelingen? Was braucht es, um diszipliniert zu sein? Damit befasst sich dieser Artikel von Ben.

„If information were the answer, we’d all be billionaires with perfect abs“ – Derek Sivers

 

Wer wirklich vorankommen möchte, braucht Unterstützung

Warum scheitern wir so häufig an der Umsetzung? Wie oft haben wir uns schon dies und das vorgenommen, ziehen es aber nicht durch, oder hören mittendrin auf?

Weil wir menschliche Wesen sind und viele Kleinigkeiten in unserem Verstand und in unserer Gefühlswelt dagegenwirken. Wir sind träge, stehen uns oft selbst im Weg. Die gute Nachricht: es gibt eine Lösung, besser gesagt, einen Lösungsrahmen. Die schlechte Nachricht: tun muss man es schon noch selbst.

Wir müssen dazu die eigene Einstellung, die Gewohnheiten, die geeignete Umgebung, die Strukturen und die Unterstützung aufbauen, damit nach und nach ein Scheitern weniger wahrscheinlich wird.

Dazu hat Jonathan Fields in seinem Podcast „To succeed at Anything, Do This.“ eine meiner Meinung nach sehr ausgereifte Übersicht vorgestellt: Seine 7P-Scaffolding Methode.

Dazu möchte ich meine Gedanken mit Euch teilen.

 

Erstelle Dir regelmäßig einen Steckbrief mit Momentaufnahmen

Messbarkeit ist ein großes Thema, wenn man sich weiterentwickeln will. Natürlich kannst Du nicht alles in Zahlen fassen. Aber es ist sinnvoll, kleine Erfolge, Fortschritte, zu dokumentieren und sie sich vor Augen zu führen.

Du willst Deinen Fortschritt verfolgen können? Oder wissen, wie Deine Ausgangssituation aussieht?

Mit einem ausgearbeiteten und regelmäßig aktuell gehaltenen Steckbrief hast Du die Möglichkeit, Dir selbst einen Überblick über Deine Situation zu geben. So kannst Du Deine Entwicklung selbst „schwarz auf weiß“ sehen, wenn Du diese Übung in regelmäßigen Abständen machst.

Hier kannst Du Dir eine Vorlage kostenfrei herunterladen! (click!)

Vorschaubild Steckbrief für gelebte Veränderung

 

Warum Du Deine Gefühlswelt mit auf die Reise nehmen musst

Kennst Du die SMART-Formel für Zieldefinition (Spezifisch, Messbar, Anspruchsvoll, Realistisch, Terminiert)? Ich hatte damals für mich zwei Buchstaben ergänzt – SMART‘ER – also. Das „-ER“ stand für emotional relevant. Denn ich spürte immer irgendwie, dass meine Gefühlswelt mich davon abhielt, meine Ziele so zu verfolgen, wie der Verstand es gerne wollte.

In ihrem Buch „Switch – How to Change Things When Change Is Hard“ gehen Chip und Dan Heath eindrucksvoll darauf ein, was den Veränderungsprozess so schwierig macht:  unser emotionaler Anteil. Das Buch ist sehr aufschlussreich, ich empfehle es hiermit gerne.

Dabei erklären sie es bildhaft, dass unser Verstand bzw. unser Wille ein Reiter auf einem Elefanten ist. Dabei steht der Elefant für das emotional Relevante – für das Gefühl, dass die Veränderung richtig, wichtig und sinnvoll ist. Und wie sich jeder gut vorstellen kann, macht der Elefant nicht zwangsläufig das, was der Reiter ihm sagt, wenn er nicht will.

Das Rationale und das Emotionale konkurrieren jeweils um die Kontrolle. Während ich gern das oben im Zitat angesprochene Sixpack hätte, will mein emotionaler Anteil viel lieber Chips und Bier statt Salat und Wasser. Serien und Couch statt Bewegung. Und so weiter. Das Richtige setzt sich also nicht zwangsläufig durch, nur, weil es richtig ist.

 

Baue Dir einen Erfolgsrahmen

Ein gutes, aber sinnvolles Stück Arbeit, dass Dich langfristig weiterbringen wird. Diese Rahmenbauanleitung besteht aus 7 Schritten, also 7 Überschriften, die im Englischen mit „P“ beginnen. Alle hängen zusammen, d.h. keine ist einzeln wirksam oder kann weggelassen werden.

 

1- Dein Vertrag mit Dir Selbst (Pledge)

Der menschliche Verstand arbeitet nach dem Konsistenz-Prinzip: wozu wir einmal ja gesagt haben, das wollen wir – in den meisten Fällen – auch weiterführen. Was wir also laut aussprechen oder uns vornehmen, das wird weiterverfolgt. Es lohnt sich also, über die eigenen Ziele zu reden. Dazu steht Dir gern die Connect2Develop-Community in Kürze zur Verfügung! (Bis dahin kannst Du Dir schon einmal dein Rahmenprogramm ausarbeiten…)

Praktisch funktioniert das so: Du machst eine Momentaufnahme. Wo stehst Du jetzt? Wohin willst Du Dich entwickeln? Dann stellst Du Dir zusammen, was nötig ist, um dorthin zu gelangen. Und Du schließt mit Dir selbst einen Vertrag bzw. Du versprichst Dir selbst, das auch zu tun, was Du Dir vornimmst.

Nutze vielleicht ein schönes Notizbuch, um Dir selbst die Antworten schriftlich auszuarbeiten… Oder nutze die Tabelle in diesem Steckbrief für gelebte Veränderung. (click!)

Prüfe regelmäßig (mindestens einmal im Jahr) Deine Lebensbereiche: Gesundheit, Beziehungen, Familie, Freundschaften, Hobby, Beruf, Finanzen, und sei ehrlich mit Dir selbst!

Stell Dir nun einfach vor, Du triffst 2 oder 3 Jahre in der Zukunft einen guten Freund und erzählst ihm, was sich verändert hat zu den genannten Lebensbereichen. Was war/ist dafür konkret zu tun? Meist sind es naheliegende Dinge, komplizierte Vorgehensweisen werden sich eher nicht durchsetzen.

Welches Versprechen gibst Du Dir selbst und gegenüber den Menschen, die Dir wichtig sind? Mach es persönlich, möglichst auch „öffentlich“, verpflichte Dich nicht nur dem Ergebnis, sondern vor allem dem Prozess, also den einzelnen Schritten dahin.

 

2 – Die Leute, die direkt oder indirekt mitwirken (People)

Niemand schafft einen solchen Prozess allein. Andere Menschen spielen dabei immer eine Rolle. Sei es die Familie oder Freunde, Menschen, die helfen oder Dich begleiten. Wichtig ist, dass Dein Umfeld passt und Dich unterstützt.

Es braucht auch Lehrer, Mentoren oder Coaches. Leute, die bereits das geschafft haben, was Du Dir vorgenommen hast. Sie helfen insbesondere bei dem Prozess. Sie können Dich oft schon mit einer einzigen Frage zurück auf den richtigen Weg bringen.

Weiterhin sind auch Begleiter wichtig, die Dich dazu bringen, dranzubleiben. Menschen, die Dir quasi Rechenschaft „abverlangen“. Das ist nicht zu unterschätzen. Die meisten Menschen brauchen diese Form der Unterstützung. Ich wünsche mir auch gern mal einen „Arschtritt“! Klingt fies, ist aber ganz oft das Beste, was es gibt!

In einer Gemeinschaft lässt sich zudem viel besser offen und ehrlich mit Fortschritten und Misserfolgen umgehen. Dazu bietet Dir Connect2Develop die richtige Plattform!

 

3 – Sieh die Möglichkeit, es umzusetzen (Possibility)

Es wird nicht funktionieren, wenn Du nicht an ein positives Ergebnis glaubst. Wenn Du nicht das Vertrauen hast, es schaffen zu können. Es braucht eine Chance, eine Tür, die einen Spalt offen ist. Finde einen Weg, den ersten Schritt zu tun.

Du brauchst das (Selbst-)Vertrauen, es schaffen zu können. Das kommt zum Teil mit den ersten Schritten der Umsetzung, wenn erste kleine Erfolge kommen. Doch was, wenn weiterhin Bedenken bestehen?

Wie bekommt man dieses Vertrauen? — Du brauchst Beweise, Zeugen, Mitstreiter, Vorbilder.

 

4 – Schau Dir die Beweise an (Proof)

Damit die Möglichkeit da ist, die eigenen Erfolge erreichbar zu sehen, braucht es Vorbilder, Erfahrungswerte, oder Vertrauen in andere. Gute Beispiele, denen man nacheifern kann. Es gibt wenige Dinge auf der Welt, die noch nie getan wurden.

Versetze Dich in diese Menschen, in deren Situation hinein, weil sie es bereits erreicht haben. Spüre, wie es ist, bereits dort zu sein, wo Du hinwillst. Male es Dir in möglichst vielen Details aus.

Nimm auch Kontakt auf mit diesen Leuten, oder Experten, die etwas Ähnliches bereits erreicht haben. Hol Dir Feedback ein. Lass Dir Tipps geben. Stelle Fragen. Übrigens ist es auch legitim, zuzugeben, dass man keine Ahnung hat, was die richtige Frage wäre. Das ist keine Schwäche, sondern echte Stärke, denn es zeigt doch, dass Du es ernst meinst.

Meiner Erfahrung nach sind die meisten Leute gerne bereit, Ihre Erfahrungen zu teilen und zu helfen. Dabei ist es wichtig, dass man selbst auch schon erste Schritte vorzeigen kann. Du solltest niemanden zu einem Thema um Hilfe fragen, das Dir zum Beispiel Google und co. einfach beantworten können.

 

5 – Das Bild, wie Du die Welt siehst (Picture)

Wir Menschen können nicht aus unserer Subjektivität raus. Man kann das Etikett nicht lesen, wenn man selbst innen im Glas sitzt. Es ist also oft eine Frage der Perspektive. Man braucht objektive Maßstäbe, im Besten Falle auch Zahlen, Daten, Fakten, die uns Fortschritte zeigen. Aber auch ein positives Mindset – die eigene Einstellung ist wirklich alles.

Wir Menschen sind ziemlich negativ in unserer Grundeinstellung, eher pessimistisch. Das hat nun einmal über Jahrtausende unser Überleben gesichert! Wie kann man also diesem Problem gegenübertreten? Nun, Punkt 2 und 3 werden definitiv dabei helfen.

Es lohnt sich auch, regelmäßig ein möglichst objektives Bild zu erstellen, wo man gerade selbst steht. Schreibe Dir Deine Fortschritte regelmäßig auf. Nicht zu häufig, aber in sinnvoll gewählten Abständen. Dabei hilft eben oft Feedback von den Leuten, die Dich und Deinen Weg begleiten.

 

6 – Das praktische Vorgehen (Practical Process)

Wer zum Beispiel einen Marathon laufen will, der wird sich einen sinnvollen Trainingsplan beschaffen, der über viele Wochen einen praktisch anwendbaren Plan abbildet. Und doch muss ein sogenannter „wasserdichter“ Plan, der für andere funktioniert hat, nicht für Dich passen.

Es geht also um einen auf Deine Situation anwendbaren Plan, der auch schwierige Zeiten übersteht und Flexibilität zulässt. Praktisch eben. Der Plan muss für Dich und zu Deinem Weg passen.

„Kaum ein Business-Plan überlebt den ersten Kundenkontakt“ – ich weiß leider nicht, von wem dieses Zitat stammt, ist aber wirklich wahr. Im Kopf plant es sich zu leicht. Die Praxis hält aber jede Menge andere Einflüsse bereit. Random.

Das kann bedeuten, dass der erste und wahrscheinlich auch der zweite und dritte Plan nicht immer die Realität überleben wird. Der Plan mit seinen Schritten wird also IMMER ebenso Teil der Veränderung sein, wie Deine Lebenssituation. Bleib locker und sieh Deinen Plan eher als einen Rahmen.

Nutze Deine Stärken, deine Eigenheiten, und baue sie entsprechend in diesen Rahmen ein.

 

7 – Umsetzung (Practice)

Die Umsetzung funktioniert bestens in kleinen Schritten. Wenn die Dinge in handhabbare Pakete geteilt werden. Doch braucht es die Wiederholung im Tun, damit es sich festigt und in Fleisch und Blut übergeht.

Zum einen gibt es die Möglichkeit der Rituale, also absichtliche und bewusste Handlungen im Sinne Deiner Ziele. Zum Beispiel einmal monatlich die eigenen Finanzen zu überprüfen und gegebenenfalls die Sparraten anzupassen. Oder täglich zu meditieren.

Zum anderen können wir bekanntermaßen unsere Gewohnheiten ändern, so dass bestimmte Tätigkeiten „automatisch“ ablaufen. So wie wir beim Autofahren nicht mehr nachdenken müssen, wie man in einen anderen Gang schaltet.

Beides trägt dazu bei, die Veränderungen zu LEBEN, statt sie nur zu denken.

 

Werde Teil der Connect2Develop Community

Diese genannten Themen, die für nachhaltige Erfolgsgeschichten sorgen können, werden alle in der Community behandelt werden. Verbinde Dich mit Gleichgesinnten und teile Deine Geschichte mit uns.

Im Newsletter erfährst Du als Erstes, wann es losgeht. Hier kannst Du Dich anmelden (falls Du die Steckbrief-Vorlage oben nicht angefordert hast):

——————

Über den Autor:

Ben Brunsch ist Gründer und Betreiber dieser Webseite und möchte damit einen intensiven Austausch über Persönlichkeitsentwicklung erreichen. Nach knapp 16 Jahren im Berufsleben, privaten und beruflichen Höhen und Tiefen, packte ihn der Wunsch nach Veränderung. Weil er viele verschiedene Interessen hat, zeigte sich, dass „nur“ eine klassische und geradlinige Karriere nicht die Erfüllung bringen würde. Zudem brachte eine persönliche Krise einige grundlegende Veränderungen mit sich. Er möchte seine Erfahrungen teilen und gemeinsam mit anderen nah am Leben über sich hinauswachsen.

—————–

Bildquelle: Michael Ottersbach, pixelio.de

 

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.